Reinhard Houben

Altmaier passiv bei Übernahme von Bombardier durch Alstom

Die Bundesregierung hält sich bei den neuen Übernahmeplänen von Alstom zurück. Wohl auch, weil die Zugdivision von Bombardier seit 20 Jahren ihren Sitz in Berlin hat. Bei einem Zusammenschluss wäre Alstom-Bombardier der weltweit zweitgrößte Bahntechnikanbieter. Laut einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Kleine Anfrage von Reinhard Houben liegt die Entscheidung über eine Fusionskontrolle bei der Europäischen Kommission. Dabei sollen potentielle, staatlich kontrollierte Wettbewerber außerhalb des Binnenmarktes, wie das Bahntechnikunternehmen CRRC aus China, gründlicher bewertet werden. Jedoch wurde kein Einspruch erhoben als CRRC am 1. Juni die Kieler Lokomotivfabrik Vossloh übernahm.

„Im Rahmen seiner Industriestrategie war die Fusion von Siemens und Alstom ein Lieblingskind von Peter Altmaier. Von diesem Wunschtraum verabschiedet er sich jetzt.“, sagt Reinhard Houben. Auch spricht er sich gegen eine Aufweichung der Wettbewerbsregeln aus: "„Der Fokus der europäischen Fusionskontrolle sollte weiterhin der europäische Binnenmarkt sein. Entscheidungen dürfen nicht zulasten der europäischen Verbraucher getroffen werden", teilte er dem Handelsblatt mit, das über seine Anfrage an das Wirtschaftsministerium berichtet.

 

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