Reinhard Houben

Bundes-Notbremse stößt im Einzelhandel auf scharfe Kritik

Die Pläne der Bundesregierung für einen härteren Lockdown im Einzelhandel bei hohen Corona-Inzidenzzahlen stoßen in der Branche auf scharfe Kritik. Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Es ist nicht zu verstehen, warum sich das Bundeskabinett entgegen wissenschaftlicher Erkenntnisse für Verschärfungen zulasten des Einzelhandels im Infektionsschutzgesetz entschieden hat." Beim Einkauf bestehe nachgewiesenermaßen nur ein geringes Infektionsrisiko. Auch die Chefs der Textilhandelsketten Kik, s.oliver und Ernstings family kritisierten die Plän der Bundesregierung. Auch Reinhard Houben übte deutliche Kritik: "Die Bundesregierung darf den Einzelhandel nicht weiter zum Prügelknaben ihrer gescheiterten Corona-Politik machen", erklärte er. Die geplanten Beschränkungen seien lediglich eine Ersatzhandlung für die fehlende Strategie des Bundes.